Individualentwicklung
Anwendungen, die es fertig nicht gibt
Manche Abläufe passen in keine Standardsoftware. Dann entwickeln wir sie selbst: mal als Erweiterung in einem bestehenden System, mal als eigenständige Anwendung für einen einzelnen Bereich, mal als zentrales System, in dem der ganze Betrieb zusammenläuft. Was entsteht, richtet sich nach dem Ablauf und nicht nach einem Produktkatalog. Und mit der Einführung ist es nicht getan: Betreuung und Weiterentwicklung übernehmen wir selbstverständlich und bleiben an deiner Seite.
Womit wir dich unterstützen:
Analyse und Konzeption
Wir analysieren Abläufe, Ziele und Anforderungen und entwickeln daraus ein Konzept mit Umfang, Reihenfolge und Aufwand. Vorhandene Systeme und Daten fließen dabei mit ein.
Erweiterungen im bestehenden System
Ein Shop- oder Content-Management-System kann oft fast alles, aber nicht das Entscheidende. Die fehlende Logik entwickeln wir direkt im vorhandenen System.
Eigenständige Fachanwendungen
Für einen Bereich, den keine gekaufte Lösung sauber abbildet, entsteht eine eigene Anwendung, die genau diesem Ablauf folgt und sonst nichts.
Zentrale Systeme
Von der Warenwirtschaft über Kasse und CRM bis zu Statistik, Personal, Produktion und Terminverwaltung, alles auf einem Datenstand statt in getrennten Programmen.
Interface und Nutzerführung
Design, UI und UX richten sich am Arbeitsablauf aus: übersichtliche Masken, kurze Wege und eine Bedienung, die sich ohne langes Einlernen erschließt.
Betreuung und Weiterentwicklung
Nach dem Start geht es weiter: neue Anforderungen, neue Bereiche, neue Möglichkeiten zur Optimierung. Wir betreuen die Anwendung und entwickeln sie kontinuierlich weiter.
Wie eine Individualentwicklung entsteht
Eigene Anwendungen entstehen nicht aus einem Lastenheft, sondern aus dem Ablauf. Drei Punkte prägen die Zusammenarbeit:
Der Ablauf steht am Anfang
Bevor etwas entsteht, sehen wir uns die Abläufe an: vor Ort im Betrieb und in den vorhandenen Systemen. Erst wenn klar ist, wie tatsächlich gearbeitet wird, lässt sich ein sinnvoller Funktionsumfang ableiten.
Früh nutzbar statt spät fertig
Zuerst entsteht ein Kern, mit dem sich arbeiten lässt. Alles Weitere kommt darauf, statt auf einen großen Umschalttag zu warten.
Änderungen sind eingeplant
Anforderungen und Vorstellungen verschieben sich im Laufe eines Projekts. Die Datenstruktur ist deshalb so angelegt, dass Neues andocken kann.
Aus unserer täglichen Arbeit
Vermietverwaltung mit zeitbasierter Verfügbarkeit und Tourenplanung
Ein Rental-Unternehmen verwaltete seinen Mietpark, Reservierungen und Termine in Tabellen und einem gemeinsamen Kalender. Der Kern des Problems lag in der Verfügbarkeit: Sie ist hier keine Zahl, sondern ein Zeitraum. Dasselbe Gerät kann in der laufenden Woche frei und in der übernächsten doppelt vergeben sein. Gängige Warenwirtschaften rechnen mit Beständen, nicht mit Zeitachsen, weshalb sich der Betrieb darin nicht sauber abbilden ließ.
Wir haben ein System entwickelt, dessen Kern eine zeitbasierte Verfügbarkeitsprüfung ist. Jede Position belegt einen Zeitraum, erweitert um Puffer für Transport, Reinigung und Prüfung. Sets aus mehreren Geräten prüft das System gemeinsam: Fehlt ein Bestandteil, ist das gesamte Set nicht verfügbar. Wartungsfenster und Prüffristen blockieren die betroffenen Geräte automatisch, ohne dass jemand daran denken muss.
Vermietung und Vermarktung laufen über einen eigenen Onlineshop, den wir bereits in einer früheren Projektphase auf gängiger Shopsoftware umgesetzt haben. Die Anbindung an das System kam später dazu. Für Buchungen im Ladengeschäft und am Telefon gibt es zusätzlich eine einfache Verkaufsmaske. Angebote entstehen direkt aus der Verfügbarkeitsprüfung, die Touren richten sich nach den Rückgabeterminen. Doppelvergaben fallen bereits bei der Reservierung auf, statt am Tag der Auslieferung.
Zentrales System für Warenwirtschaft, Kasse, CRM, Statistik und Personal
Ein Handelsunternehmen mit mehreren Standorten und mehreren Onlineshops arbeitete für jeden Bereich mit einem eigenen Programm. Die Warenwirtschaft lief getrennt von der Kasse, Kundendaten lagen in einer weiteren Anwendung, Auswertungen entstanden in Tabellen, die Personalplanung wieder woanders. Jede Frage, die über einen Bereich hinausging, war Handarbeit und die Zahlen stimmten je nach Quelle nicht überein.
Wir haben ein zentrales System entwickelt, in dem alle Bereiche auf demselben Datenbestand arbeiten. Artikel, Preise und Bestände liegen führend an einer Stelle, Kasse und Onlineshops greifen darauf zu. Die Kundenhistorie umfasst alle Kanäle, die Statistik entsteht aus dem laufenden Betrieb, die Personalplanung kennt Standorte und Schichten. Darauf setzt eine eigene Terminverwaltung auf: Sie vergibt Termine automatisch nach der geplanten Anwesenheit der Mitarbeiter und sagt sie bei einer Krankmeldung selbstständig ab. Der eigentliche Aufwand lag darin, die gewachsenen Abläufe jedes Bereichs abzubilden, statt sie über einen Kamm zu scheren, wo Unterschiede fachlich begründet sind.
Statt verstreuter Insellösungen gibt es heute einen Datenstand und eine Oberfläche. Neue Bereiche kommen im selben System dazu, ohne dass ein weiteres Programm nötig wird.
Zentrale Produktkonfiguration für einen Shop mit tausenden Variantenkombinationen
Im Zuge eines Relaunchs mit Migration von Shopware 5 auf Shopware 6 entstand für einen langjährig gewachsenen Onlineshop eine zentrale Verwaltung für Produktkonfigurationen. Ausgangslage war eine Struktur, in der sämtliche Auswahlmerkmale als echte Varianten angelegt waren. Je Artikel entstanden dadurch mehrere hundert bis über tausend Kombinationen. Jede Änderung an Merkmalen oder Preisen musste an jedem Artikel einzeln nachgezogen werden. Eine reine Datenübernahme hätte diese Struktur unverändert im neuen System reproduziert.
Wir haben die Merkmale deshalb nach ihrer Funktion getrennt. Preisrelevante Achsen bleiben echte Varianten. Alle übrigen Auswahlmöglichkeiten werden aus der Variantenbildung gelöst und zentral verwaltet, teils abhängig vom jeweils gewählten übergeordneten Merkmal. Die Auswahl des Kunden wird als strukturiertes Merkmal an der Bestellposition geführt und über die Warenkorbberechnung bis in Bestellung, Belege und Benachrichtigungen durchgereicht.
Die Umstellung des migrierten Bestands erfolgt regelbasiert und automatisiert statt als Einzelpflege je Artikel. Die Datenstruktur ist bewusst so angelegt, dass sich weitere Merkmalsarten, Regeln und Automatisierungen später ergänzen lassen, ohne die bestehende Logik anzupassen.
FAQ — Häufige Fragen zur Individualentwicklung
Was kostet eine Individualentwicklung?
Das hängt vom Umfang ab: wie viele Abläufe abgebildet werden, wie komplex die Logik dahinter ist, wie viele Funktionen zusammenspielen und wie viele Sonderfälle zu berücksichtigen sind. Eine Erweiterung in einem bestehenden System liegt anders als eine Anwendung, die einen ganzen Betrieb trägt. Wir sehen uns die konkreten Anforderungen an und geben dir am Ende ein verbindliches, nachvollziehbares Festpreisangebot.
Wann ergibt eine Individualentwicklung Sinn und wann nicht?
Lässt sich dein Ablauf mit vorhandenen Anwendungen sauber abbilden, raten wir davon ab. Eine Individualentwicklung lohnt nicht als Selbstzweck. Sinnvoll wird sie, wenn deine prägenden Prozesse sich nur mit Umwegen abbilden lassen, wenn du ein System willst statt eines halben Dutzends Programme mit eigenen Logins und eigenen Datenständen, oder wenn du unabhängig von Lizenzmodellen und fremden Roadmaps bleiben willst.
Können wir klein anfangen und später ausbauen?
Ja, das ist sogar der häufigere Weg. Viele Anwendungen starten mit einem klar umrissenen Bereich und wachsen von dort weiter, sobald sich der Nutzen zeigt. Wichtig ist, die Datenstruktur von Anfang an so anzulegen, dass spätere Bereiche andocken können, ohne das Bestehende umzustellen.
Machen wir uns damit von euch abhängig?
Nein, wir arbeiten mit nachvollziehbarer Struktur und Dokumentation und setzen auf gängige, offene Technologien statt proprietärer Speziallösungen. So bleibt das System auch für Dritte wartbar und die Abhängigkeit von uns bleibt eine Wahl, keine technische Notwendigkeit. Aus vielen Projekten sind langjährige, verlässliche und vertrauensvolle Partnerschaften geworden. Gewachsen sind sie aus Überzeugung, nicht aus technischem Zwang.
Wie lange dauert eine Individualentwicklung?
Das hängt vom Umfang ab. Eine abgegrenzte Anwendung kann in ein paar Monaten stehen; ein zentrales System, das mehrere Bereiche und Anbindungen zusammenführt, braucht eher ein halbes bis ganzes Jahr und entsteht in Ausbaustufen. Wir setzen früh ein nutzbares Fundament und erweitern es Schritt für Schritt, statt bis zu einem großen Umschalttag zu warten.
Läuft die Anwendung im Browser oder muss sie installiert werden?
Im Browser. Damit ist sie ohne Installation von jedem Rechner erreichbar, aus dem Büro genauso wie aus der Filiale oder von unterwegs und Aktualisierungen gelten sofort für alle. Wo es den Ablauf erleichtert, ergänzen wir Ansichten für Tablet und Smartphone.
Fühlt sich doch schon passend an, oder?
Projekt anfragen